Alleinerbe nach gesetzlicher Erbfolge

Los geht es!

Der erste Schritt ist geschafft. Im Folgenden gebe ich Dir die Informationen, die Du als Alleinerbe nach der gesetzlichen Erbfolge brauchst, um den Nachlass nach deutschem Recht abzuwickeln.

Der Nachlass fällt Dir als Erben mit dem Tod des Erblassers automatisch an. Als Erbe trittst Du in alle Rechte und Pflichten des Verstorbenen ein und übernimmst sein Vermögen, Verträge und Schulden. Du haftest mit Deinen Vermögen. Willst Du die Erbschaft ausschlagen, kannst Du dies nur innerhalb von sechs Wochen tun.

Im Folgenden findest Du eine Übersicht mit den wichtigsten Tätigkeiten, die Du innerhalb der genannten Zeiträume vornehmen solltest. Diese Checkliste über die wichtigsten To do’s kannst Du Dir auch herunterladen.

Ist das deutsche Recht anwendbar?

Seit 2015 gilt Folgendes: Es gilt das Recht des europäischen Landes, in dem der Erblasser seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte, es sei denn er hat im Testament das Recht des Landes gewählt, dessen Staatsangehörigkeit er hatte.

In den ersten 24 Stunden ...
In den ersten 24 Stunden ...
  • Totenschein unverzüglich nach Eintritt des Todes von einem Arzt ausstellen lassen.

    Den Totenschein stellt immer nur ein Arzt aus. Tritt der Todesfall zuhause ein, solltest Du unverzüglich eine Arzt rufen.

  • Todesfall beim Standesamt anzeigen

    WO: Standesamt in dessen Bezirk der Tod eingetreten ist

    WANN: spätestens am ersten Werktag nach dem Todestag

    UNTERLAGEN: Vorlage von Totenschein und Unterlagen des Verstorbenen: Personalausweis, Geburtsurkunde, Urkunden zum Familienstand (verheiratet (Heiratsurkunde); verwitwet (Sterbeurkunde des vorverstorbenen Ehepartners); geschieden (Scheidungsurteil))

  • Lebens-, Unfall- und Sterbegeldversicherung unverzüglich benachrichtigen

    WANN: ist es –  – erforderlich der Versicherung den Tod binnen 24 bis 72 Stunden schriftlich anzuzeigen –  je nach Gestaltung der Versicherungsbedingungen.

    Um Leistungsverweigerung oder Auseinandersetzung darüber zu vermeiden, sollte dies eingehalten werden. Informiert werden müssen auch die übrigen Versicherungen des Erblassers.

  • Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen

    Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen – Vollmachten, die über den Tod hinaus erteilt wurden, erleichtern häufig die Abwicklung und Verwaltung des Nachlasses bis zur Erteilung des Erbscheins. Ist jedoch zu befürchten, dass der Bevollmächtigte gegen den Willen oder die Interessen der Erben nutzt, sollte diese Vollmacht von dem Erben umgehend widerrufen werden. Dazu ist auch ein einzelner Miterbe berechtigt und kann so verhindern, dass der Bevollmächtigte ihn als Erben vertritt.

  • Relevante Personen benachrichtigen

    Relevante Personen benachrichtigen, wie z.B. Vertragspartner, Arbeitgeber, vereine, Berufsverbände o.ä.

In den ersten 3 Tagen ...
In den ersten 3 Tagen ...
  • Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen

    Sterbeurkunde beim Standesamt, in dessen Bezirk der Tod eingetreten ist, beantragen (Vorlage von Totenschein und Unterlagen des Verstorbenen: Personalausweis, Geburtsurkunde, Urkunden zum Familienstand (verheiratet (Heiratsurkunde); verwitwet (Sterbeurkunde des vorverstorbenen Ehepartners); geschieden (Scheidungsurteil))

    TIPP: Es werden mehrere beglaubigte Kopien benötigt, z.B. für Behörden, Banken, Versicherungen, u.ä.

  • Beisetzung regeln

    Beisetzung (Ort und Art der Bestattung) regeln – nach dem Willen des Verstorbenen oder – wenn er nichts geregelt hat – bestimmen die nächsten Angehörigen (primär: Ehepartner, sekundär: Kinder (falls nicht vorhanden Eltern, dann Geschwister) (Nicht-eheliche Partner haben kein Mitspracherecht.

  • Friedhofsverwaltung benachrichtigen

    Friedhofsverwaltung benachrichtigen, um Ort, Zeitpunkt und weitere Einzelheiten der Bestattung zu klären.

  • Bestattungsinstitut beauftragen

    Bestattungsinstitut beauftragen (Erwerb des Sarges nebst Sargausstattung, die Einsargung und – bei Bedarf – die Überführung und Aufbewahrung des Leichnams. Bei Bedarf übernimmt Bestattungsunternehmen auch weitere Dienste).

  • Relevante Personen benachrichtigen

    Relevante Personen benachrichtigen, wie z.B. Vertragspartner, Arbeitgeber, vereine, Berufsverbände o.ä.

  • Ggf. Pfarrei/ Kirchengemeinde benachrichtigen und – wenn gewünscht - kirchliche Bestattung abstimmen.

    Ggf. Pfarrei/ Kirchengemeinde benachrichtigen und – wenn gewünscht – kirchliche Bestattung abstimmen.

  • Angehörige, Freunde und weitere Personen benachrichtigen

    Angehörige, Freunde und weitere Personen benachrichtigen.

  • Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen

    Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen – Vollmachten, die über den Tod hinaus erteilt wurden, erleichtern häufig die Abwicklung und Verwaltung des Nachlasses bis zur Erteilung des Erbscheins. Ist jedoch zu befürchten, dass der Bevollmächtigte gegen den Willen oder die Interessen der Erben nutzt, sollte diese Vollmacht von dem Erben umgehend widerrufen werden. Dazu ist auch ein einzelner Miterbe berechtigt und kann so verhindern, dass der Bevollmächtigte ihn als Erben vertritt.

In den ersten 4 Wochen ...
In den ersten 4 Wochen ...
  • Unterlagen des Verstorbenen sichten

    Unterlagen des Verstorbenen sichten.

  • Versicherungen benachrichtigen

    Versicherungen benachrichtigen – Bei Lebens- oder Unfallversicherungen (und Sterbegeldversicherung?) des Verstorbenen ist es – je nach Gestaltung der Versicherungsbedingungen – erforderlich der Versicherung den Tod binnen 24 bis 72 Stunden schriftlich anzuzeigen. Um Leistungsverweigerung oder Auseinandersetzung darüber zu vermeiden, sollte dies eingehalten werden. Informiert werden müssen auch die übrigen Versicherungen des Erblassers.

  • Ggf. bestehende eigenen Vollmacht nutzen

    Ggf. bestehende eigene Vollmachten nutzen, z.B. ggf. Einzugsermächtigungen widerrufen, o.ä.

  • Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen

    Ggf. bestehende Vollmachten widerrufen – Vollmachten, die über den Tod hinaus erteilt wurden, erleichtern häufig die Abwicklung und Verwaltung des Nachlasses bis zur Erteilung des Erbscheins. Ist jedoch zu befürchten, dass der Bevollmächtigte gegen den Willen oder die Interessen der Erben nutzt, sollte diese Vollmacht von dem Erben umgehend widerrufen werden. Dazu ist auch ein einzelner Miterbe berechtigt und kann so verhindern, dass der Bevollmächtigte ihn als Erben vertritt.

  • Relevante Personen benachrichtigen

    Relevante Personen benachrichtigen, wie z.B. Vertragspartner, Arbeitgeber, vereine, Berufsverbände o.ä.

  • Verträge zeitnah kündigen

    Verträge kündigen – Dauerschuldverhältnisse wie Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements, Mitgliedschaften, Versicherungen sowie Mietverträge und ähnliche Verträge sind möglichst zeitnah zu kündigen.

  • Mietvertrag regeln

    Bei Mieterverhältnissen über eine Wohnung gelten Sonderregelungen (s. Miete)

In den ersten 6 Wochen ...
In den ersten 6 Wochen ...
  • Falls erforderlich - rechtzeitig ausschlagen!

    Die Ausschlagungsfrist beträgt 6 Wochen.

  • Weiter den Nachlass abwickeln

    Weiter den Nachlass abwickeln

  • Steuern erklären

    Steuern erklären

  • Weiter Ansprüche geltend machen

    Weiter Ansprüche geltend machen.

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