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Ansprüche sichern

Gesetzliche Rentenversicherung

Im Überblick

Bei einem Todesfall haben die Hinterbliebenen in der Regel Rentenansprüche. Im Folgenden kannst Du Dir einen ersten Überblick über mögliche Ansprüche verschaffen. Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund erfährst Du, welche Ansprüche tatsächlich konkret bestehen.

Wie Du grundsätzlich Deinen Anspruch geltend machst, erfährst Du unter ‚Vorgehen‘.

Überblick über mögliche Ansprüche

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

Vorgehen bei der gesetzlichen Rentenversicherung

Wenn Du Deinen Anspruch geltend machst, musst Du Folgendes beachten:

I. Die Hinterbliebenenrente muss bei der Deutschen Rentenversicherung schriftlich beantragt werden.

Anspruchsberechtigt sind Ehepartner, eingetragener Lebenspartner sowie die kindergeldberechtigten Kinder. Auch geschiedene Partner können Ansprüche haben.

II. Mögliche Ansprüche umfassen

1. Bei Ehepartnern sowie eingetragenen Lebenspartnern:

2. Bei Ehepartnern sowie eingetragenen Lebenspartnern, die geschieden oder nach Wiederheirat verwitwet sind, bei Erfüllung der jeweiligen Voraussetzungen:

3. Bei Kindergeld-berechtigten Kinder:

III. Fristen

Der Vorschuss auf die Hinterbliebenenrente bei Verheirateten kann innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod des Ehepartners beim Renten-Service der Deutschen Post AG unter Vorlage der Sterbeurkunde beantragt werden. (Formulare gibt es bei jeder Filiale der Deutschen Post)

Bei Hinterbliebenenrenten für Verheiratete und Waisen beträgt die Antragsfrist vom Todestag an zwölf Kalendermonate. Wird der Hinterbliebenenrentenantrag später gestellt, beginnt die Rente erst ab dem Antragsmonat und kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Die Hinterbliebenenrente für Geschiedenen und die Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten beginnt grundsätzlich mit dem Monatsersten nach Deinem Rentenantrag. Deshalb ist es wichtig, dass Du den Rentenantrag so bald wie möglich nach dem Tod Deines früheren Ehepartners oder der Auflösung der nachfolgenden Ehe stellst.

Die Erziehungsrente beginnt mit dem Ersten des Kalendermonats, zu dessen Beginn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn Du die Rente innerhalb der ersten drei Monate beantragst, wird sie bis zu drei Monate rückwirkend gezahlt. Stellst Du den Rentenantrag später, wird die Rente erst  ab dem Antragsmonat gezahlt.

Rentensplitting: Es besteht auch nach dem Tod des Ehegatten die Möglichkeit zwischen Witwenrente und Rentensplitting zu wählen, auch dann wenn bereits eine Witwenrente bezogen wird.

IV. Erforderliche Unterlagen

Welche Unterlagen konkret benötigt werden kann bei der Deutschen Rentenversicherung angefragt bzw. auf der Internet-Seite eingesehen werden.

V. Abgaben

Auf Auszahlungen können Steuern und Sozialabgaben anfallen. Genauere Informationen erhältst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

A. Hinterbliebenenrente für Verheiratete (Witwenrente)

Das Recht der Hinterbliebenen ist unübersichtlich und kompliziert. Im Vorliegenden können nur die Grundzüge der Hinterbliebenenrente ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Ansprüche haben Ehepartner, eingetragene Lebenspartner (seit dem 1.01.2005) und Kinder. Die eingetragenen Lebenspartner sind Ehepartnern gleichgestellt.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann statt der Hinterbliebenenrente das Rentensplitting gewählt werden. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Rentensplitting‘.

Grundsätzlich besteht der Anspruch auf Hinterbliebenenrente auf Antrag, wenn

  • die Ehe bis zum Tod des Ehepartners bestanden hat,
  • die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat, (Ausnahmen sind möglich, z.B. bei Tod aufgrund eines Unfalls)
  • der verstorbene Ehepartner eine Mindestversicherungszeit von fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung erfüllt hat oder sie als erfüllt gilt (z.B. bei Tod durch Arbeitsunfall)
  • nicht wieder geheiratet wurde.

Genaueres zu dem Anspruch erfährst Du in den folgenden Erläuterungen:

I. Kleine oder große Witwenrente

Ob die Rente als kleine oder große Witwenrente gezahlt wird, hängt von mehreren Faktoren ab:

1.) Du hast Anspruch auf die kleine Witwenrente, wenn Du

  • jünger als 45 Jahre und 10 Monate (in 2021)* bist, und
  • nicht erwerbsgemindert bist, und
  • kein Kind erziehst.

Die Höhe der kleinen Witwenrente hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Grundsätzlich 25 Prozent der Rente, die Dein Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte.
  • Die Rente wird höchstens zwei Jahre nach dem Tod des Ehepartners ausbezahlt.
  • Ist Dein Ehepartner vor seinem 65. Geburtstag gestorben, wird die Rente um einen Abschlag gemindert. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Rentenabschlag‘.
  • Erzielst Du Einkommen, wird dieses auf die Rente angerechnet. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Anrechnung Einkommen‘.
  • Wenn Du Kinder bis zum 3. Lebensjahr erzogen hast, erhöht sich die Rente für jedes Kind ab Juli 2020 um einen Zuschlag (für das 1. Kind rd. 30 EUR/Mo, für das 2. Kind rd. 15 EUR/Mo) (Stand: 01/2021)
  • Wenn Du vor 2002 geheiratet hast und Du oder Dein verstorbener Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist, gilt „altes Recht“, d.h.
    • Die Witwenrente ist nicht auf 2 Jahre begrenzt, sondern gilt unbegrenzt,
    • Einen Zuschlag für Kindererziehung gibt es nicht.

2.) Du hast Anspruch auf die große Witwenrente, wenn Du

  • 45 Jahre und 10 Monate (in 2021)* oder älter bist, oder
  • erwerbsgemindert bist, oder
  • ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen (hierzu zählen unter bestimmten Voraussetzungen auch Stief- und Pflegekinder, Enkel und Geschwister) erziehst, das noch keine 18 Jahre alt ist. Ist das Kind behindert und kann nicht selbst für sich sorgen, bekommst Du diese Rente unabhängig vom Alter des Kindes.

*Die Altersgrenze für die Witwen- und Witwerrente steigt stufenweise von 45 Jahre auf 47 Jahre ab 2029 an, im Jahr 2021 beträgt diese 45 Jahre und 10 Monate.

Die Höhe der großen Witwenrente hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Grundsätzlich 55 Prozent der Rente, die Dein Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte.
  • Ist Dein Ehepartner vor seinem 65. Geburtstag gestorben, wird die Rente um einen Abschlag gemindert. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Rentenabschlag‘.
  • Erzielst Du Einkommen, wird dieses auf die Rente angerechnet. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Anrechnung Einkommen‘.
  • Wenn Du Kinder bis zum dritten Lebensjahr erzogen hast oder erziehst, erhöht sich die Rente für jedes Kind ab Juli 2020 um einen Zuschlag (für das 1. Kind rd. 67 EUR/Mo, für das 2. Kind ca. 33 EUR/ Mo) (Stand: 01/2021)
  • Wenn Du vor 2002 geheiratet hast und Du oder Dein verstorbener Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist, gilt „altes Recht“, d.h.
    • Die Witwenrente beträgt 60 Prozent der Rente, die Dein Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte,
    • Einen Zuschlag für Kindererziehung gibt es nicht.

II. Änderung der Verhältnisse

Wenn sich Deine Verhältnisse ändern, hat das Auswirkungen auf Deine Ansprüche:

  • Bei Vollendung des 45. Lebensjahrs und 10 Monate (in 2021) erhälst Du statt der kleinen die große Witwenrente.
  • Wird das Kind 18 Jahre oder fällt die Erwerbsminderung weg, erhälst Du statt der großen die kleine Witwenrente.

III. Rentenantrag und Rentenbeginn

  • Die Hinterbliebenenrente muss beantragt werden. Mehr zum Thema erfährst Du unter ‚Vorgehen‘.
  • Die Antragsfrist beträgt vom Todestag an zwölf Kalendermonate. Wird der Hinterbliebenenrentenantrag später gestellt, beginnt die Rente erst ab dem Antragsmonat und kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Beachte

Den Rentenantrag innerhalb der ersten 12 Kalendermonate stellen!

Wird der Antrag später gestellt, beginnt die Rente erst ab dem Antragsmonat und kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

  • Erhielt Dein verstorbener Ehepartner bereits eine eigene Rente, beginnt die Witwenrente frühestens mit dem auf den Sterbemonat folgenden Monat. Für den Sterbemonat wird noch die volle Versichertenrente gezahlt.
  • Bekam Dein verstorbener Ehepartner noch keine eigene Rente, beginnt die Witwenrente bereits mit dem Todestag.

IV. Ende der Witwenrente

  • Bei erneuter Heirat: Die Witwenrente endet mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem erneut geheiratet wird. Allerdings kann eine Rentenabfindung beantragt werden. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚Wiederheirat & Rentenabfindung‘.
  • Vor der Wiederheirat sollte ggf. die Option des Rentensplittings geprüft werden. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚Rentensplitting‘.
  • Bei Rentensplitting: Der Anspruch auf Hinterbliebenenrente endet, wenn die Entscheidung für das Rentensplitting erfolgt.

V. „Sterbevierteljahr“

Du kannst einen Vorschuss auf die Witwenrente beantragen, wenn Dein Ehepartner bereits Rentner war. Der Vorschuss beträgt das Dreifache der für den Sterbemonat gezahlten Rente (ohne dass Dein eigenes Einkommen angerechnet wird) und wird auf die späteren Witwenrentenansprüche angerechnet.

Der Vorschuss auf die Witwenrente kann innerhalb von 30 Tagen nach dem Tod des Ehepartners beim Renten-Service der Deutschen Post AG unter Vorlage der Sterbeurkunde beantragt werden. (Formulare gibt es bei jeder Filiale der Deutschen Post)

Beachte

Vorschuss auf Witwenrente innerhalb von 30 Tagen beantragen!

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

B. Hinterbliebenenrente (HbR) für Geschiedene und HbR nach dem vorletzten Ehegatten

Grundsätzlich kann unter den nachfolgend genannten Voraussetzungen ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente von geschiedenen Ehegatten oder auf Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten bestehen.

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

I. Mögliche Ansprüche

1. Grundsätzlich besteht der Anspruch auf Hinterbliebenenrente für Geschiedene auf Antrag, wenn

  • die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde,
  • eine Wiederheirat nach der Ehescheidung zu Lebzeiten des früheren Ehepartners nicht erfolgt ist,
  • Im letzten Jahr vor dem Tod des früheren Ehepartners Unterhalt bezahlt wurde oder ein Anspruch darauf bestand,
  • der frühere Ehepartner bis zu seinem Tod die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt hat oder diese als erfüllt gilt (z.B. bei Tod durch Arbeitsunfall).

2. Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Hinterbliebenenrente von dem früheren Ehepartner („Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten“) auf Antrag, wenn nach dessen Tod wieder geheiratet wurde und diese Ehe nun aufgehoben oder aufgelöst wird – zum Beispiel, weil der neue Ehepartner verstorben ist.

II. Umfang der Ansprüche

  1. Die Rente wird als große oder kleine Witwenrente bezahlt. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚HbR für Verheiratete‘. Anderes gilt u.U. in den neuen Bundesländern.
  2. Bei Wiederheirat und Aufhebung oder Auflösung dieser Ehe kann die Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten beantragt werden. Diese wird i.d.R. nur gezahlt, wenn sie höher ist als die Ansprüche aus der letzten Ehe.

III. Beginn und Ende der Rentenzahlung

  • Die Hinterbliebenenrente für Geschiedenen und die Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten muss beantragt werden. Mehr zum Thema erfährst Du unter ‚Vorgehen‘.
  • Sie beginnt grundsätzlich mit dem Monatsersten nach Deinem Rentenantrag. Deshalb ist es wichtig, dass Du den Rentenantrag so bald wie möglich nach dem Tod Deines früheren Ehepartners oder der Auflösung der nachfolgenden Ehe stellst.

Beachte

Den Rentenantrag so schnell wie möglich stellen!

Die Hinterbliebenenrente für Geschiedenen und die Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten beginnt grundsätzlich mit dem Monatsersten nach Deinem Rentenantrag.

  • Bei erneuter Heirat: Die Hinterbliebenenrente endet mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem erneut geheiratet wird.
    • Allerdings kann eine Rentenabfindung beantragt werden. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚Wiederheirat & Rentenabfindung‘.
    • Vor der Wiederheirat sollte ggf. die Option des Rentensplittings geprüft werden. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚Rentensplitting‘.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

B. Hinterbliebenenrente (HbR) für Geschiedene und HbR nach dem vorletzten Ehegatten

Bist Du geschieden und erziehst ein Kind, besteht die Möglichkeit (als eine Art Unterhaltsersatz) eine Erziehungsrente zu erhalten, wenn Dein geschiedener Ehepartner stirbt. Die Erziehungsrente wird – anders als bei der Witwenrente – aus Deinem eigenen Rentenkonto berechnet.

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge der Erziehungsrente ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Grundsätzlich besteht der Anspruch auf die Erziehungsrente auf Antrag, wenn

  • Deine Ehe nach dem 30. Juni 1977 geschieden, für nichtig erklärt oder aufgehoben worden ist oder bei Auflösung der Ehe vor dem 1. Juli 1977 sich der Unterhaltsanspruch nach dem DDR-Recht richtete, und
  • Dein geschiedener Ehepartner verstorben ist, und
  • Du nicht wieder geheiratet hast, und
  • ein eigenes oder ein Kind des früheren Ehepartners (hierzu zählen u.U. auch Stief- und Pflegekind, Enkel oder Geschwister) erziehst, das noch keine 18 Jahre alt ist. Ist das Kind behindert und kann nicht selbst für sich sorgen, bekommst Du diese Rente unabhängig vom Alter des Kindes, und
  • Du die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung vor dem Tod des geschiedenen Ehepartners erfüllt hast.

I. Höhe der Rente

Die Höhe der Rente hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Grundsätzlich entspricht die Erziehungsrente in ihrer Höhe Deiner Rente wegen voller Erwerbsminderung.
  • Erhälst Du die Rente vor Deinem 64. Geburtstag (steigt bis 2024 auf 65), wird die Rente um einen Abschlag gemindert. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Rentenabschlag‘.
  • Erzielst Du eigenes Einkommen, wird dieses auf die Rente angerechnet. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Anrechnung Einkommen‘.
  • Hast Du für denselben Zeitraum Anspruch auf mehrere Renten, wird Dir nur die höchste Rente gezahlt.

III. Beginn und Ende der Rentenzahlung

  • Die Erziehungsrente muss beantragt werden. Mehr zum Thema erfährst Du unter ‚Vorgehen‘.
  • Die Rente beginnt mit dem Ersten des Kalendermonats, zu dessen Beginn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn Du die Rente innerhalb der ersten drei Monate beantragst, wird sie bis zu drei Monate rückwirkend gezahlt. Stellst Du den Rentenantrag später, wird die Rente erst  ab dem Antragsmonat gezahlt.

Beachte

Den Rentenantrag innerhalb der ersten 3 Monate stellen!
Stellst Du den Rentenantrag später, wird die Rente erst ab dem Antragsmonat gezahlt.

III. Ende der Rentenzahlung

Die Erziehungsrente endet mit Ablauf des Monats, in dem die Voraussetzungen entfallen, wenn

  • die Kindererziehung endet, also in dem Monat, in dem das Kind das 18. Lebensjahr erreicht (Ausnahmen gibt es bei behinderten Kindern),
  • Du während des Bezugs der Erziehungsrente erneut heiratest (einen Anspruch auf Rentenabfindung gibt es bei der Erziehungsrente nicht),
  • Du die Regelaltersgrenze erreichst, da dann – wenn Du nichts anderes bestimmst – die Regelaltersrente gezahlt wird.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

D. Rentenabschlag

Bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erfolgt ein Rentenabschlag auf die Hinterbliebenenrente (I.) und die Erziehungsrente (II.).

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

I. Rentenabschlag bei der Hinterbliebenenrente

Die Hinterbliebenenrente wird ohne Abschlag gezahlt, wenn Dein Lebenspartner nach Vollendung des 65. Lebensjahres gestorben ist.

Je nach Lebensalter des Verstorbenen wird die Hinterbliebenenrente um einen Abschlag gekürzt, wenn dieser vor dem 65. Geburtstag gestorben ist.

Beginnt die Hinterbliebenenrente

  • vor dem 62. Geburtstag* des Verstorbenen beträgt der Abschlag 10,8 Prozent,
  • zwischen dem 62. und 65. Geburtstag* des Verstorbenen, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent für jeden Monat vor dem 65. Geburtstag.

*Zu beachten ist, dass für Todesfälle ab 2012 die Altersgrenzen bis 31. Dezember 2023 schrittweise von 60 auf 62 sowie von 63 auf 65 Jahre angehoben werden.

Zurechnungszeit: War der Verstorbene zum Zeitpunkt des Todes noch nicht 67 Jahre alt, wird zusätzlich die sogenannte Zurechnungszeit berücksichtigt. Sie beginnt mit dem Tod des Versicherten und endet mit der (rechnerischen) Vollendung des 67. Lebensjahres des Verstorbenen oder mit dem Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze. Für Todesfälle im Jahr 2020 endet die Zurechnungszeit mit dem vollendeten 65. Lebensjahr und neun Monaten. Ab dem 1. Januar 2021 wird sie schrittweise auf das 67. Lebensjahr verlängert. Das 67. Lebensjahr wird daher erst ab 2031 maßgebend sein.

Beachte

Ob und in welcher Höhe ein Abschlag auf die Hinterbliebenenrente erfolgt, erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

II. Rentenabschlag bei der Erziehungsrente

Die Erziehungsrente wird ohne Abschlag gezahlt, wenn Du bei Zahlungsbeginn Dein 65. Lebensjahr erreicht hast.

Je nach Lebensalter wird die Erziehungsrente um einen Abschlag gekürzt, wenn diese vor Deinem 65. Geburtstag beginnt.

Beginnt die Erziehungsrente

  • vor Deinem 62. Geburtstag* beträgt der Abschlag 10,8 Prozent,
  • zwischen Deinem 62. und 65. Geburtstag*, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent für jeden Monat vor Deinem 65. Geburtstag.

*Zu beachten ist, dass bei Beginn der Erziehungsrente ab 2012 die Altersgrenzen bis 31. Dezember 2023 schrittweise von 60 auf 62 sowie von 63 auf 65 Jahre angehoben werden.

Zurechnungszeit: War der Erziehungsrentenberechtigte noch nicht 67 Jahre alt, wird zusätzlich die sogenannte Zurechnungszeit berücksichtigt. Sie startet mit Rentenbeginn und endet mit der (rechnerischen) Vollendung des 67. Lebensjahres des Erziehungsrentenberechtigten oder mit dem Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze. Bei Beginn der Erziehungsrente im Jahr 2020 endet die Zurechnungszeit mit dem vollendeten 65. Lebensjahr und neun Monaten. Ab dem 1. Januar 2021 wird sie schrittweise auf das 67. Lebensjahr verlängert. Das 67. Lebensjahr wird daher erst ab 2031 maßgebend sein.

Beachte

Ob und in welcher Höhe ein Abschlag auf die Erziehungsrente erfolgt, erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

E. Anrechnung des Einkommens

Eigenes Einkommen wird auf die Hinterbliebenenrente und die Erziehungsrente angerechnet.

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Anrechnung eigenen Einkommens bei Überschreiten des Freibetrages

Eigene Einkünfte werden auf die Hinterbliebenenrente und die Erziehungsrente angerechnet, wenn sie den festgelegten Freibetrag übersteigen.

I. Anrechenbare Einkünfte

Generell anrechenbar sind die folgenden Einkünfte: Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit; Erwerbsersatzeinkommen wie ALG I, Krankengeld oder Renten der gesetzlichen Rentenversicherung; Zinseinkünfte aus eigenem Vermögen, Gewinne aus Verkäufen, Miet- und Pachteinnahmen; Betriebsrenten; Renten aus privaten Lebens-, Renten- oder Unfallversicherungen; Elterngeld, vergleichbare ausländische Einkommen.

Lediglich das Erwerbs- und dauerhafte Erwerbsersatzeinkommen wird auf die Rente angerechnet (und es gilt „altes Recht“), wenn

  • der versicherte Ehepartner vor 2002 gestorben ist, oder
  • der versicherte Ehepartner zwar nach dem 31. Dezember 2001 gestorben ist, aber Du vor 2002 geheiratet hast und Du oder Dein verstorbener Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren ist.

II. Freibetrag

In den alten Bundesländern beträgt der derzeitige Freibetrag rd. 902 EUR/Mo und erhöht sich um rd. 191 EUR/Mo für jedes Kind, das grundsätzlich Anspruch auf eine Waisenrente hat.

In den neuen Bundesländern beträgt der derzeitige Freibetrag rd. 877 EUR/Mo und erhöht sich um rd. 186 EUR/Mo für jedes Kind, das grundsätzlich Anspruch auf eine Waisenrente hat. (Stand: 01/2021)

III. Berechnung

Deine anrechenbaren Einkünfte werden, soweit sie den Freibetrag übersteigen, zu 40 Prozent auf die Hinterbliebenenrente und die Erziehungsrente angerechnet.

Aus dem Bruttoeinkommen wird auf Basis von Formeln ein fiktives Nettoeinkommen ermittelt und geprüft, ob der Freibetrag überschritten ist. Liegt das fiktive Nettoeinkommen unter dem Freibetrag, erfolgt keine Kürzung. Liegt es über dem Freibetrag, dann werden 40 % des überschießenden Betrags von der errechneten Hinterbliebenenrente und der Erziehungsrente abgezogen.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Deine Einkünfte auf die Hinterbliebenenrente und die Erziehungsrente angerechnet wird, erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

F. Wiederheirat und Rentenabfindung

Eine erneute Heirat hat Auswirkungen auf Deine Rentenansprüche.

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

Auswirkungen einer erneuten Heirat auf Deine Hinterbliebenenrente

Bei erneuter Heirat endet sowohl die kleine als auch die große Witwenrente mit dem Ablauf des Kalendermonats, in dem Du heiratest. Es besteht die Möglichkeit auf Antrag einmalig eine Rentenabfindung erhalten (I.). Unter bestimmten Umständen kann die Witwenrente auch wieder aufleben (II.).

I. Rentenabfindung

1. Anspruch

Es besteht die Möglichkeit bei der Witwenrente einmalig eine Rentenabfindung erhalten. Keine Abfindung erhälst Du, wenn Du eine Rente nach dem vorletzten Ehegatten oder eine Erziehungsrente bekommst.

2. Höhe der Rentenabfindung

Bei der kleinen Witwenrente: Es wird Dir der noch nicht verbrauchte Restbetrag bis zum Ende der Laufzeit der Rente ausgezahlt.

Bei der großen Witwenrente: Die Rentenabfindung beträgt grundsätzlich das 24-fache (zwei Jahresbeträge) der Witwenrente, die Du in den letzten zwölf Kalendermonaten im Durchschnitt erhalten hast. Maßgeblich ist der Rentenbetrag nach Einkommensanrechnung aber vor dem evt. Abzug Deiner Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

3. Antrag

Die Abfindung kann unter Angabe der Versicherungsnummer des verstorbenen Ehepartners und unter Vorlage der neuen Eheurkunde formlos schriftlich beantragt werden.

Beachte

Welche Auswirkungen die Beantragung der Rentenabfindung hat und ob und in welcher Höhe Du einen Anspruch auf Rentenabfindung hast, erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

II. U.U. Wiederaufleben der Witwenrente

Wenn die neue Ehe aufgelöst wird, kann die Witwenrente u.U. wieder aufleben. Mehr zu dem Thema findest Du unter ‚HbR nach vorletztem Ehegatten‘. Über Deinen konkreten Fall solltest Du Dich bei der Deutschen Rentenversicherung erkundigen.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Du einen Anspruch auf „Hinterbliebenenrente nach dem vorletzten Ehegatten“ hast, erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

G. Rentensplittung

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit statt einer Hinterbliebenenrente das Rentensplitting zu wählen – die Möglichkeit besteht sowohl zwischen Ehegatten zu Lebzeiten (I.) als auch nach dem Tod des Ehegatten (II.).

Die Regelung ist im Einzelnen kompliziert. Im Vorliegenden können nur die Grundzüge ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

I. Rentensplitting zwischen Ehegatten zu Lebzeiten

Allgemein

  • Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit statt einer Hinterbliebenenrente das Rentensplitting zu wählen.
  • Beim Rentensplitting haben die Eheleute die Möglichkeit, ihre Rentenansprüche aus der Zeit der Ehe zu gleichen Teilen aufzuteilen. Der Ehepartner mit den höheren Rentenansprüchen gibt dabei einen Teil seiner Ansprüche an seinen Ehegatten ab. Danach sind die während der Ehe erworbenen gesetzlichen Rentenansprüche gleich hoch.
  • Falls bereits das Ehesplitting zu Lebzeiten gemeinsam mit dem Partner gewählt wurde, entfällt der Anspruch auf Witwenrente.

Voraussetzungen

  • Ein Rentensplitting ist möglich, wenn Du vor 2002 geheiratet hast und Du und Dein Ehepartner ab dem 1. Januar 1962 geboren sind oder  wenn Du nach dem 31. Dezember 2001 geheiratet hast.
  • Darüber hinaus musst Du und Dein Ehepartner jeweils mindestens 25 Jahre an rentenrechtliche Zeiten im Versicherungskonto haben.
  • Für ein Rentensplitting können sich die Partner gemeinsam nach Abschluss des Erwerbsleben entscheiden, d.h. ein Partner hat Anspruch auf eine volle Altersrente und der andere Partner ohne Anspruch muss die Regelaltersgrenze erreicht haben.

Beachte

Das Rentensplitting ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich und sinnvoll. Über Deine konkrete Situation solltest Du Dich bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen und verschiedene Proberechnungen durchführen lassen.

II. Rentensplitting nach dem Tod des Ehegatten

Allgemein

  • Es besteht auch nach dem Tod des Ehegatten unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zwischen Witwenrente und Rentensplitting zu wählen, auch dann wenn bereits eine Witwenrente bezogen wird.
  • Entscheidest Du Dich für ein Rentensplitting, erlischt jedoch Dein Anspruch auf Witwenrente.
  • Die Möglichkeit eines Rentensplittings besteht nicht, wenn bereits eine Rentenabfindung wegen Wiederheirat gezahlt wurde.

Voraussetzungen

  • Wenn zu Lebzeiten beider Partner ein Rentensplitting nicht zulässig war, kann sich nach dem Tod eines der beiden Partner der andere für das Rentensplitting entscheiden, wenn er 25 Jahre an rentenrechtliche Zeiten hat.
  • Dabei wird die Zeit vom Tod des Partners bis zum 65. Lebensjahr des überlebenden Partners in einem bestimmten Umfang zu seinen rentenrechtlichen Zeiten hinzugerechnet.

Beachte

Das Rentensplitting ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich und sinnvoll. Über Deine konkrete Situation solltest Du Dich bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen und verschiedene Proberechnungen durchführen lassen.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

H. Hinterbliebenenrente für Waisen

Eine Waisenrente erhalten Kinder nach dem Tod eines Elternteils, wenn dieser die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt hat oder sie als erfüllt gilt  (Bsp. Tod durch Arbeitsunfall).

Im Vorliegenden können nur die Grundzüge der Hinterbliebenenrente ohne die umfassenden Details dargestellt werden. Du solltest Dich über Deine konkrete Situation bei der Deutschen Rentenversicherung beraten lassen.

I. Anspruch auf eine Waisenrente haben

  • leibliche oder adoptierte Kinder des Verstorbenen
  • Stiefkinder und Pflegekinder, die im Haushalt des Verstorbenen lebten
  • Enkel und Geschwister, die im Haushalt des Verstorbenen lebten oder von ihm überwiegend unterhalten wurden

II. Umfang und Höhe der Waisenrente

  • Eine Halbwaisenrente wird gezahlt, wenn noch ein Elternteil lebt, eine Vollwaisenrente, wenn kein unterhaltspflichtiger Elternteil mehr lebt.
  • Die Halbwaisenrente beträgt 10 Prozent, die Vollwaisenrente 20 Prozent der Versichertenrente, auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte oder die er bereits bezogen hat.
    • Sofern der Elternteil beziehungsweise die Eltern vor Vollendung des 65. Lebensjahres gestorben sind, wird die Waisenrente um einen Abschlag gemindert. Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Rentenabschlag‘.
    • Zur Waisenrente wird zusätzlich ein Zuschlag gezahlt, der sich nach den zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten des verstorbenen Elternteils beziehungsweise der Eltern richtet.
  • Bei Waisenrenten wird seit dem 1. Juli 2015 kein Einkommen mehr angerechnet.
  • Waisenrenten werden regelmäßig bis zum 18. Geburtstag des Kindes gezahlt, können aber längstens bis zum 27. Lebensjahr gezahlt werden, wenn es
    • sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet (bei Unterbrechung/ Verzögerung durch Wehr- oder Zivildienst auch über den 27. Geburtstag hinaus).
    • einen Freiwilligendienst leistet.
    • behindert ist und deshalb nicht selbst für sich sorgen kann.
    • sich in einer Übergangszeit von höchstens vier Monaten befindet, beispielsweise zwischen zwei Ausbildungen oder zwischen einem Freiwilligendienst und dem Ausbildungsbeginn.
  • Der Anspruch bleibt auch dann bestehen, wenn die Waise adoptiert wird oder heiratet.
  • Hat eine Waise Anspruch auf mehrere Waisenrenten, so wird nur die höchste Waisenrente gezahlt.

III. Rentenbeginn

  • Die Hinterbliebenenrente muss beantragt werden. Mehr zum Thema erfährst Du unter ‚Vorgehen‘.
  • Die Antragsfrist beträgt vom Todestag an zwölf Kalendermonate. Wird der Hinterbliebenenrentenantrag später gestellt, beginnt die Rente erst ab dem Antragsmonat und kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

Beachte

Den Rentenantrag innerhalb der ersten 12 Kalendermonate stellen!
Wird der Antrag später gestellt, beginnt die Rente erst ab dem Antragsmonat und kann nicht rückwirkend gezahlt werden.

  • Erhielt der Verstorbene bereits eine eigene Rente, beginnt die Waisenrente frühestens mit dem auf den Sterbemonat folgenden Monat. War er noch nicht Rentner, beginnt die Waisenrente bereits mit dem Todestag.

Quelle: www.deutsche-rentenversicherung.de

Beachte

Ob und in welcher Höhe Ansprüche tatsächlich bestehen erfährst Du bei der Deutschen Rentenversicherung.

Hinweise

Detaillierte Informationen und Beratung findest Du direkt bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (www.deutsche-rentenversicherung.de) Hier kann auch online ein Beratungstermin vereinbart werden.

Hilfreich ist auch die Broschüre „Hinterbliebenenrente – Hilfe in schweren Zeiten“ der Deutschen Rentenversicherung Bund, die kostenlos heruntergeladen oder bestellt werden kann. Hier findest Du auch Berechnungsbeispiele.

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