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Erbe sein - Rechte und Pflichten

Was heißt Erben durch Testament?

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Im Überblick

Im Testament hat der Erblasser seinen letzten Willen niedergelegt. Je nach Ausgestaltung des Testaments und abhängig von der familiären Situation wird die Vermögensnachfolge dadurch vereinfacht oder erbitterte Streitigkeiten folgen.

Im Folgenden findest Du erste Informationen zum Testament:

I. Wo finde ich das Testament?

Das Testament kann sich befinden

  • in den Unterlagen des Verstorbenen
  • beim Nachlassgericht, wenn es vom Erblasser zu Lebzeiten oder vom Notar in amtliche Verwahrung gegeben wird (wird dem Zentralen Testamentsregister gemeldet)
  • beim Notar, wenn der Erblasser beim Notar ein Testament oder Erbvertrag errichtet hat (wird dem Zentralen Testamentsregister gemeldet)
  • bei einer Person, dem es der Erblasser anvertraut hat.

II. Wie erlangt das Nachlassgericht Kenntnis von dem Testament und wie geht es weiter?

In der Regel informiert das Standesamt das zuständige Nachlassgericht vom Tod des Erblassers.

Das Nachlassgericht wird dann aktiv. Ob ein Testament vorliegt, erfährt das Gericht über das Zentrale Testamentsregister, in dem alle notariell erstellten Verfügungen sowie die beim Nachlassgericht hinterlegten handschriftlichen Testamente verzeichnet sind.

Es kann auch sein, dass ein Testament, das zu Hause aufbewahrt wird, gefunden wird. Dann muss es im Todesfall beim Nachlassgericht abgegeben werden.

Beachte

Findest Du ein Testament des Erblassers, musst Du es im Todesfall beim Nachlassgericht abgeben!

Wird das Testament nicht beim Nachlassgericht abgegeben, drohen demjenigen Zwangsmaßnahmen durch das Nachlassgericht sowie Strafbarkeit wegen Urkundenunterdrückung, was zum Verlust von Erb- und Pflichtteilsansprüchen führen kann. Auch Schadensersatzansprüche von Geschädigten sind möglich.

Abgabepflichtig sind alle Testamente, auch Testamente, die ungültig sind oder widerrufen wurden.

Das Nachlassgericht leitet das Nachlassverfahren ein.

Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Eröffnung Testament‘.

III. Was bedeutet das Testament für die Erben?

Existiert ein Testament, dann richtet sich die Erbfolge grundsätzlich nach diesem letzten Willen des Erblassers. Die gesetzliche Erbfolge wird durch ein Testament regelmäßig zur Gänze verdrängt.

Grundzüge zur Testierfreiheit und seinen Grenzen sowie Informationen darüber wie der Erblasser seinen letzten Willen festlegen kann, findest Du unter ‚Grundsätze‘.

IV. Wirksamkeit & Auslegung

Einen Kurzüberblick darüber, welche Kriterien bei der Wirksamkeit eines Testaments eine Rolle spielen können und erste Anhaltspunkte zur Auslegung eines Testaments erhälst Du unter ‚Wirksamkeit & Auslegung‘.

V. Möglichkeiten gegen das Testament vorzugehen

Welche Möglichkeiten bestehen, gegen ein Testament vorzugehen erfährst Du unter ‚Möglichkeiten gg. T. vorzugehen‘.

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Eröffnung des Testaments

Wie wird das Testament eröffnet?

1. Einleitung des Nachlassverfahrens

Nachdem das zuständige Nachlassgericht vom Tod des Erblassers vom Standesamt oder vom Deutschen Testamentsregister erfahren hat, leitet es das Nachlassverfahren ein. Zuständig ist das Nachlassgericht des letzten gewöhnlichen Aufenthalts des Verstorbenen (§ 343 Abs. 1 FamFG). Bei Tod im Ausland der letzte gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland sonst auch das Amtsgericht Schöneberg in Berlin.

2. Eröffnung des Testaments

Ein in amtlicher Verwahrung befindliches oder ein dem Gericht übergebenes Testament (oder Erbvertrag) wird eröffnet. Jedes eröffnete Testament (oder Erbvertrag) wird durch einem Stempel mit einem Eröffnungsvermerk versehen.

Mit der Testamentseröffnung werden die gesetzlichen Erben und alle am Nachlass beteiligte Personen informiert.

Hinweis

Das Nachlassgericht lädt zur Testamentseröffnung nur diejenigen Personen ein, von deren Existenz und Erreichbarkeit es Kenntnis hat. Es gibt keine Verpflichtung von Amts wegen Ermittlungen anzustellen, welche Personen im Übrigen als gesetzliche Erben in Betracht kommen oder irgendwelche Rechte am Nachlass haben können.

Die Testamentseröffnung kann so erfolgen, dass das Nachlassgericht

  • einen förmlichen Eröffnungstermin bestimmt und alle Beteiligten dazu einlädt (eine Pflicht der Ladung nachzukommen besteht nicht), oder
  • den Beteiligten eine Abschrift der letztwilligen Verfügung übersendet.

Im Eröffnungstermin wird der Inhalt des Testaments verkündet.

In dem Termin können Anmerkungen gemacht werden, bspw. über

  • die Echtheit der Urkunde
  • die eventuelle Ausschlagung der Erbschaft
  • eine mögliche Erbauseinandersetzung, oder
  • die Grundbuchberichtigung bei Immobilienbesitz.

Hinweis

Eine rechtliche Bewertung des Inhaltes der letztwilligen Verfügung erfolgt nicht. Will ein Erbe den letzten Willen des Erblassers nicht anerkennen, hat er die Möglichkeit gegen das Testament vorzugehen.

Mehr zu dem Thema erfährst Du unter ‚Möglichkeiten gg. T. vorzugehen‘.

Beteiligten, die bei der Testamentseröffnung nicht anwesend waren, hat das eröffnende Gericht den Inhalt des Testaments mitzuteilen.

3. Niederschrift

Die Testamentseröffnung wird in einer Niederschrift dokumentiert.

Hinweis

Fand bei dem Nachlassgericht eine Testamentseröffnung statt, kann jeder, der ein rechtliches Interesse an der Einsicht glaubhaft macht, das Testament einsehen. Ein rechtliches Interesse ist dann begründet, wenn der Antragsteller darauf angewiesen ist, von dem Inhalt der letztwilligen Verfügung Kenntnis zu nehmen, um eigene Rechte am Nachlass geltend zu machen.

4. Gerichtskosten

Für die Testamentseröffnung fällt eine Gerichtsgebühr als wertunabhängige Festgebühr von 100 EUR an (Nr. 12101 KV–GNotKG), die von den Erben zu tragen ist.

Hinweis

In der Regel informiert das Nachlassgericht das zuständige Finanzamt wegen der Erbschaftsteuer sowie das Grundbuchamt wegen der Grundbuchberichtigung, sofern Kenntnis über zum Nachlass gehörenden Grundbesitz besteht.

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Grundsätze

Existiert ein Testament, dann richtet sich die Erbfolge grundsätzlich nach diesem letzten Willen des Erblassers. Die gesetzliche Erbfolge wird durch ein Testament regelmäßig zur Gänze verdrängt.

Im Folgenden findest Du Grundsätze zur Testierfreiheit und seinen Grenzen sowie Informationen darüber wie der Erblasser seinen letzten Willen festlegen kann.

I. Testierfreiheit des Erblassers

Der Erblasser hat grundsätzlich Testierfreiheit, d.h. er kann durch einseitige Verfügung von Todes wegen (Testament, letztwillige Verfügung) bestimmen,

  • ob und wen er als Erben einsetzt,
  • ob und wie sein Vermögen aufgeteilt werden soll,
  • wer einen Vermögensvorteil in Form eines Vermächtnisses oder eines Vorausvermächtnisses erhalten soll,
  • ob und welche Auflagen und Bedingungen erfüllt werden sollen,
  • ob Vor- und Nacherben eingesetzt werden sollen,
  • ob Ersatzerben benannt werden,
  • ob er eine Rechtswahl trifft (wenn er im Europäischen Ausland lebt)
  • ob er einen Testamentsvollstrecker einsetzt,
  • ob ein Verwandter, Ehegatte oder Lebenspartner von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen, also enterbt werden soll
  • U.v.m.

II. Grenzen der Testierfreiheit

1. Pflichtteilsansprüche

Hat der Erblasser seinen Ehegatten oder Lebenspartner, seine Kinder oder deren Abkömmlinge oder seine Eltern, die nach der gesetzlichen Erbfolge Erbe gewesen wären, in seinem Testament nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt, haben diese Anspruch auf ihren Pflichtteil. Der Pflichtteil ist ein Geldanspruch und berechnet sich nach der Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs.

Den Anspruch auf den Pflichtteil können die Pflichtteilsberechtigten gegen den Erben geltend machen.

Rechtsrat einholen

Gibt es Unsicherheiten bei den Pflichtteilsansprüchen, lohnt es sich Rechtsrat einzuholen.

2. Bindungswirkung durch gemeinschaftliches Testament unter Ehegatten und Erbvertrag

Die Testierfreiheit des Erblassers kann dann eingeschränkt sein, wenn der Erblasser ein gemeinschaftliches Testament unter Ehegatten oder einen Erbvertrag bereits errichtet hatte. Sowohl das gemeinschaftliche Testament als auch der Erbvertrag entfalten ganz oder in Teilen Bindungswirkung, es sei denn, es wurde ein Änderungs- oder Rücktrittsvorbehalt vereinbart.

Rechtsrat einholen

Gibt es Unsicherheiten bezüglich der Bindungswirkung durch ein gemeinschaftliches Testament oder Erbvertrag, lohnt es sich Rechtsrat einzuholen.

III. Arten der letztwilligen Verfügung

Der Erblasser kann dabei seinen letzten Willen in Form eines Einzeltestaments, eines gemeinschaftlichen Testaments unter Ehegatten oder eines Erbvertrages festlegen.

1. Einzeltestament

Das Einzeltestament kann entweder in privatschriftlicher Form (eigenhändiges Testament) oder in öffentlicher Form (öffentliches Testament) errichtet werden.

  • In einem eigenhändigen Testament hat der Verstorbene handschriftlich dargelegt und unterschrieben, wie sein Nachlass aufgeteilt werden soll.
  • Ein öffentliches Testament kann entweder durch mündliche Erklärung vor dem Notar oder durch Übergabe einer (offenen oder verschlossenen) Schrift an den Notar errichtet werden. Bei einer mündlichen Erklärung muss der Notar eine Niederschrift aufnehmen, die dem Erblasser vorgelesen, von diesem genehmigt und eigenhändig unterschrieben werden muss. Das öffentliche Testament wird in besondere amtliche Verwahrung des Amtsgerichts gegeben.

2. Gemeinschaftliches Testament unter Ehegatten

Das gemeinschaftliche Testament unter Ehegatten kann entweder in privatschriftlicher Form (eigenhändiges Testament) oder in öffentlicher Form (öffentliches Testament) errichtet werden.

  • In einem eigenhändigen Testament haben die Ehegatten handschriftlich dargelegt und unterschrieben, wie ihr jeweiliger Nachlass aufgeteilt werden soll.
  • Ein öffentliches Testament kann entweder durch mündliche Erklärung vor dem Notar oder durch Übergabe einer (offenen oder verschlossenen) Schrift an den Notar errichtet werden. Bei einer mündlichen Erklärung muss der Notar eine Niederschrift aufnehmen, die den Ehepartnern vorgelesen, von diesen genehmigt und eigenhändig unterschrieben werden muss. Das öffentliche Testament wird in besondere amtliche Verwahrung des Amtsgerichts gegeben.

3. Erbvertrag

Der Erbvertrag muss notariell beurkundet werden. Die Vertragspartner haben Anordnungen im Hinblick auf die Vermögensnachfolge getroffen. Der notariell beurkundete Erbvertrag wird in besondere amtliche Verwahrung des Amtsgerichts gegeben.

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Wirksamkeit des Testaments

Quickcheck zur Wirksamkeit des Testaments

Testament wurde vom Erblasser eigenhändig handschriftlich geschrieben.

Nicht wirksam ist ein am Computer geschriebenes Testament.

Testament wurde vom Erblasser unterschrieben.

Dies dient zur Feststellung der Urheberschaft und zur Klarstellung, dass es sich um eine abgeschlossene Erklärung handelt.

Erblasser hat den Willen eine erbrechtlich verbindliche Erklärung abzugeben.

Der Erblasser ist testierfähig.

Das Testament ist nicht wirksam, wenn der Erblasser nicht in der Lage war, die Bedeutung der seiner Willenserklärung einzusehen und danach zu handeln

Testament ist nicht sittenwidrig.

In sehr seltenen Ausnahmen kann ein Testament sittenwidrig sein.

Es handelt sich um das letzte Testament.

Ein früheres Testament wird durch ein späteres Testament insoweit aufgehoben, als es mit ihm in Widerspruch steht.

Testierender darf sich nicht vertreten lassen

Keine Verfügung zugunsten Heimbediensteter.

Sind die genannten Voraussetzungen nicht erfüllt, besteht die Möglichkeit, dass das Testament unwirksam ist. Selbst wenn die genannten Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es noch weitere Fälle nach denen das Testament unwirksam sein könnte.

IST DAS TESTAMENT UNWIRKSAM GILT DIE GESETZLICHE ERBFOLGE

WIE MACHE ICH MEINE ZWEIFEL AN DER WIRKSAMKEIT DES TESTAMENTS GELTEND?

Rechtsrat einholen

Um zu prüfen, ob das Testament wirksam ist, lohnt es sich ggf. Rechtsrat einzuholen.

Hinweis

80 % der eigenhändigen Testamente sind unwirksam. (Quelle: …)

Wie mache ich meine Zweifel an der Wirksamkeit des Testaments geltend?

Das Nachlassgericht muss die Gültigkeit des Testaments von Amts wegen ermitteln, wenn ein Erbscheinantrag gestellt wird (§ 2358 BGB; § 26 FamFG)

Grundsatz ist: wer aus einer Verfügung ein Erbrecht für sich herleitet, trägt die Beweislast für den erbrechtlichen Charakter der Erklärung.
Bei Zweifel an Echtheit und Eigenhändigkeit: Anhörung von Zeugen, Anfordern von Vergleichsschriften, Gutachten von Schriftsachverständigen
Bei Zweifel an Testierfähigkeit: Anhörung von Zeugen, Gutachten eines Sachverständigen

Inhalt & Auslegung

Wie wird das Testament ausgelegt?

Oft ist ein Testament unklar oder missverständlich formuliert, dann bedarf es der Auslegung nach dem wirklichen Willen des Erblassers.
Es gilt die Auslegungsregel, dass Erbeinsetzung vorliegt, wenn der Erblasser sein Vermögen oder einen Bruchteil seines Vermögens dem Bedachten zugewendet hat (§ 2087 Abs. 1 BGB).

Beispiel

Die in der Praxis häufige Erbeinsetzung nach Vermögensgruppen („X soll die Grundstücke (Wert: 500 TEUR), Y die Wertpapiere (Wert: 250 TEUR erhalten“) ist i.d.R. eine Erbeinsetzung nach Vermögensbruchteilen mit einer Teilungsanordnung, d.h. Erbeinsetzung 2/3 zu 1/3.

Rechtsrat einholen

Die Auslegung eines Testaments ist schwierig. Gibt es Diskrepanzen bei der Auslegung lohnt es sich ggf. einen Rechtsrat einzuholen.

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Möglichkeiten gegen das Testament vorzugehen

Bei Zweifeln an der Wirksamkeit des Testaments gibt es mehrere Möglichkeiten dagegen vorzugehen:

Optionen

Erbscheinverfahren vor dem Nachlassgericht oder Klage vor dem Landgericht.

I. Über das Erbscheinverfahren

Zweifel an der Wirksamkeit des Testaments kannst Du beim Nachlassgericht geltend machen

Das Nachlassgericht muss die Gültigkeit des Testaments von Amts wegen ermitteln, wenn ein Erbscheinantrag gestellt wird (§ 2358 BGB; § 26 FamFG)

Grundsatz ist: wer aus einer Verfügung ein Erbrecht für sich herleitet, trägt die Beweislast für den erbrechtlichen Charakter der Erklärung.

Bei Zweifel an Echtheit und Eigenhändigkeit: Anhörung von Zeugen, Anfordern von Vergleichsschriften, Gutachten  von Schriftsachverständigen

Bei Zweifel an Testierfähigkeit: Anhörung von Zeugen, Gutachten eines Sachverständigen

Was Du wissen solltest

Ist das Testament unwirksam greift die gesetzliche Erbfolge.

II. Anfechtung des Testaments

  • Die Auslegung geht der Anfechtung vor.
  • Zur Anfechtung berechtigt ist derjenige, dem der Wegfall des Testaments unmittelbar zustatten kommen würde (§ 2080 BGB) (z.B. der gesetzliche Erbe, wenn eine fremde Person als Erbe eingesetzt wurde)
  • Die Anfechtung erfolgt, indem der Anfechtende dem örtlich zuständigen Nachlassgericht die Anfechtungserklärung übermittelt oder sie dort zu Protokoll gibt (§ 2081 BGB).
  • Das Gericht nimmt die Erklärung ohne nähere Überprüfung zu den Akten; erst wenn ein Erbscheinsverfahren eingeleitet wird, wird vom Nachlassgericht geprüft, ob die Anfechtung durchgreift.
  • Wahrung der Anfechtungsfrist: ein Jahr ab Erlangen der Kenntnis vom Anfechtungsgrund (§ 2082 BGB)
  • Vorliegen eines Anfechtungsgrundes
    • Testament kam widerrechtlich durch Drohung zustande (§ 2078 Abs. 2 BGB)
    • Testament kam durch irrige Annahme eines (vergangenen) Umstandes zustande (§ 2078 Abs. 2 BGB)
    • Testament kam durch irrige Erwartung des Eintritts oder Nichteintritts eines (zukünftigen) Umstandes zustande, also Umstände wurden nicht bedacht (§ 2078 Abs. 2 BGB) (Motivirrtum)
    • Erblasser irrt sich über die Bedeutung der Erklärung, hat sich verschrieben, wollte überhaupt kein Testament errichten (§ 2078 Abs. 1 BGB)
    • Pflichtteilsberechtigter wurde übergangen, da Vorhandensein dem Erblasser unbekannt war oder er wurde erst nach Testamentserrichtung geboren (§ 2079 BGB)
  • Der Irrtum des Erblassers muss ursächlich (zumindest mitursächlich) für die Abfassung des Testaments gewesen sein.
  • Der Beweis für den Anfechtungsgrund ist vom Anfechtenden zu führen. Beim Motivirrtum werden strenge Anforderungen gestellt.
  • Folge der erfolgreichen Anfechtung ist, dass der vom Irrtum betroffene Teil des Testaments unwirksam ist (§ 142 Abs. 1 BGB). Dann gelten entweder frühere Testamente oder bisher unwirksame spätere Verfügungen; andernfalls tritt gesetzliche Erbfolge ein.

Was Du wissen solltest

Ist das Testament unwirksam greift die gesetzliche Erbfolge.

Frist

Tipp

Rechtsrat einholen

In dieser Situation empfiehlt es sich, Rechtsrat einzuholen.

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